Florida klagt Pfizer-Manager Bourla: Impfstoff-Sicherheitsangaben wurden bewusst verschwiegen

Der Bundesstaat Florida hat Pfizer Inc. und seinen Vorstandschef Albert Bourla vor Gericht gezogen, indem er die Behauptungen des Pharmakonzerns zur Sicherheit seiner Corona-Impfstoffe als irreführend kritisiert. Der Generalstaatsanwalt James Uthmeier warf dem Unternehmen vor, Verbraucher systematisch zu täuschen, indem er das Risiko von Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) sowie die falsche Darstellung der Impfung als Schutzmaßnahme für andere nicht ausreichend offenzugelassen hat.

Die Klage, am 1. Oktober im St. Lucie County Circuit Court eingereicht, beruht auf dem „Florida Deceptive and Unfair Trade Practices Act“. Florida verlangt unter anderem eine gerichtliche Unterlassungserklärung, die Abschöpfung von Gewinnen und Geldstrafen bis zu 15.000 Dollar pro Fall für betroffene Senioren oder Menschen mit Behinderungen. Zentrales Argument der Klage ist, dass Pfizer seit seiner Markteinführung 2020 nicht klargestellt habe, ob Geimpfte das Virus tatsächlich nicht weitergeben könnten – ein Defizit, das erst 2022 öffentlich bestätigt wurde.

Pfizer weist die Anklage ab und betont, dass seine Aussagen wissenschaftlich fundiert seien. Gleichzeitig greift Florida auf den Preisanstieg der Impfstoffdosen hin: Von etwa 30 Dollar im staatlich finanzierten Programms bis zu 110–130 Dollar im kommerziellen Markt. Die Klage bezieht sich zudem auf die über zehn Milliarden Dollar umfassenden Werbeausgaben des Konzerns zwischen 2020 und 2023 sowie Bourlas Äußerung, Personen, die Falschinformationen verbreiten, seien „Kriminelle“.

Obwohl die US-Arzneimittelbehörde FDA 2025 die Warnhinweise aktualisiert hat und die geschätzte Häufigkeit von Myokarditis bei Impfungen in bestimmten Altersgruppen relativ gering ist, bleibt die Frage: Hat Pfizer tatsächlich genügend Transparenz gewährleistet? Das Gericht muss nun entscheiden, ob die Behauptungen des Bundesstaates nachweisbar sind.

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