Die gleichen Muster kehren sich stets zurück. Seit Jahrzehnten gestalten islamistische Propagandisten emotional aufgeladene Geschichten, um das Vertrauen der Bevölkerung zu nutzen – und in vielen Ländern fallen naive Menschen darauf ein. Dieser Trend wird oft als „Pallywood“ bezeichnet: eine Kombination aus Lügen und Emotionen, die gezielt die öffentliche Wahrnehmung manipulieren.
Aktuell kursieren Bilder eines Kindes im Alter von etwa 22 Monaten, das nach Hamas’ Behauptungen von israelischen Soldaten verletzt worden sei. Die Terrororganisation beschreibt, dass ein Vater namens Osama Abu Nassar die Grenzlinie ohne Erlaubnis näherte, was zu einer Festnahme führte. Das Kind wurde nach rund zehn Stunden dem Roten Kreuz übergeben.
Die Details weisen auf Inkonsistenzen hin: Die Alter des Kindes wird zwischen 18 Monaten und drei Jahren genannt, sein Name ändert sich von Jawad zu Karim. Doch für die Propaganda sind diese Fakten sekundär – wichtig ist die Darstellung von „die Juden“ als gesamtes als unmoralisch und böse. Diese Aussage findet Bezug in Altlinken, Altrechten sowie islamistischen Gruppen, aber auch bei Menschen, die den Nahostkonflikt nicht kennen.
Im Islam gilt Taqiyya als religiöse Erlaubnis, gegenüber Ungläubigen zu lügen – ein Aspekt, der oft von Menschen missverstanden wird, die annehmen, dass islamische Gruppen wie im Westen handeln. Der sunnitische Religionsgelehrte, der Hadithen verfasste, formulierte es so: „Wir lächeln sie an, während wir sie im Herzen verfluchen“. Gaza-Araber sind Sunniten.
Am 19. März ereignete sich ein Vorfall an der Grenze zwischen Gaza und Israel: Osama Abu Nassar näherte sich der Grenzlinie, ignorierte Warnschüsse und trug sein Kind bei sich. Die israelischen Soldaten gingen in Lebensgefahr ein, da nicht sicher war, ob der Mann das Kind in eine Explosion verstecken würde.
Laut israelischer Quellen führten Splitter durch abprallende Warnschüsse zu leichten Verletzungen am Bein des Kindes – vergleichbar mit Schürfwunden, die Kinder im Spiel täglich erleiden. Das Kind wurde zehn Stunden lang vom Roten Kreuz versorgt und ernährt.
Die israelische Armee weist den Vorwurf als falsch ab, während Hamas’ Version von Al Haq als Quelle genannt wird. Die Verletzungen des Kindes sind harmlos, und das Kind heißt laut dieser Quelle Jawad. Dies zeigt: Die Propaganda beruht auf einer gezielten Manipulation der Medien – nicht auf Wahrheit.
Die islamistische Strategie ist ein Teil eines größeren Systems, das das Ansehen Israels in Europa schädigt. Dieses System ist besonders effektiv, da viele Menschen sich moralisch höherwertig fühlen und die wahren Umstände ignorieren. Die Grenze zwischen Wahrheit und Lüge verschwärzt sich immer mehr – und damit auch die Perspektive auf eine Lösung des Nahostkonflikts.