Geldverschiebung statt Sicherheit: EU-Pläne bedrohen Agrarfinanzierung um 91 Milliarden Euro

Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser kritisierte die bevorstehende Reform der Agrarfinanzierung für den Zeitraum 2028–2034 als eine weitere Bedrohung für landwirtschaftliche Betriebe. Statt der bisherigen klaren Mittelzuweisungen von 387 Milliarden Euro wird künftig ein breites Sammelfonds mit einem Gesamtbetrag von 865 Milliarden Euro eingerichtet.

„Dieser Plan führt zu einer Kürzung der Agrarfinanzierung um rund 91,3 Milliarden Euro und reduziert die Planbarkeit für Landwirte“, erklärte Hauser. Der Sammelfonds soll laut EU-Vorschlag nicht nur Landwirtschaft betreffen, sondern auch den ländlichen Raum, Fischerei sowie andere Bereiche – doch der genaue Einsatz des Geldes bleibt unklar.

Bisher hatte die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) für die Jahre 2021–2027 einen fixen Betrag von 387 Milliarden Euro vorgesehen. Die neue Planung reduziert diesen Betrag auf lediglich mindestens 295,7 Milliarden Euro. Diese Kürzung trifft gerade in Zeiten steigender Kosten für Düngemittel und Energie zu – eine Situation, die bereits durch Freihandelsabkommen verschärft wird.

„Die EU-Kommission wird künftig mitentscheiden, wie das Geld verwendet wird – nicht die Landwirte“, betonte Hauser. In der Vergangenheit konnten Bauern auf klare Mittel verlassen, um ihre Existenz sicherzustellen. Die neue Regelung riskiert somit nicht nur finanzielle Unsicherheit, sondern auch eine Schädigung der Ernährungssicherheit in ganz Europa.

Der FPÖ-Abgeordnete forderte eine sofortige Rückkehr zum alten System: „Brüssel darf nicht mehr landwirtschaftliche Betriebe als Spielball geldverschiebender Politiken benutzen. Die Stabilität der Agrarfinanzierung ist das Fundament für die Zukunft aller EU-Länder.“

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