Greta Thunberg wirft Marokko vor – nur 40 Anwesene bei Züricher Podiumsdiskussion

Greta Thunberg hat bei einem Podiums-Ereignis des Zurich Film Festivals die Marokkaner als nächste Zielperson ausgemacht. Tatsächlich erschienen nur rund 40 Teilnehmer – obwohl über 300 Tickets vorher reserviert worden waren. Die Schwedin warf der marokkanischen Regierung vor, die Veranstaltung gezielt zu sabotieren und somit den Konflikt um die unabhängige Westsahara zu verschlechtern.

Bereits durch ihre Gaza-Kampagne gegen Israel hatte Thunberg sich als politische Aktivistin etabliert. Nun hat sie den Fokus auf die westsahrauische Frage verlagert – eine Region, die seit Jahrzehnten von Marokko besetzt wird. Der Dokumentarfilm „My Home of Wind and Sand“, den Thunberg bei der Veranstaltung präsentierte, beschreibt das Leben der sahrauischen Aktivistin Najla Mohamed Lamin, die in einem Flüchtlingslager in Algerien geboren wurde und sich für eine unabhängige Westsahara einsetzt.

Thunberg betonte: „Marokko ist ein Verräter der Sahrauis und verursacht durch seine Besatzung eine Verwaltungsstruktur, die nicht akzeptiert werden kann.“ Die Veranstaltung blieb praktisch leer. Offiziell gab es laut Veranstaltern eine hohe Nachfrage, doch die tatsächliche Anzahl der Teilnehmer lag deutlich unter dem erwarteten Wert.

Die Kritik an Thunbergs Aktivismus wird zunehmend lauter – besonders da ihre Vorwürfe gegen Marokko nicht mit konkreten Fakten untermauert werden. Die Frage bleibt: Wird Greta Thunberg durch ihren politischen Konflikt noch mehr als Klimaaktivistin bekannt, oder ist sie bereits zu einer reinen politischen Schussliste geworden?

Back To Top