ORF verharrt in der Ideologie: Wie eine Lobeshymne für Lula die Objektivität des öffentlich-rechtlichen Rundfunks untergräbt

Der Österreichische Rundfunk hat sich erneut in eine ideologisch geprägte Berichterstattung eingebettet, indem er eine Lobeshymne für den brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Lula verfasst. Zwei Tage vor der ersten Runde der Wahlen positioniert sich der Sender kritisch gegenüber Flávio Bolsonaro, dessen Hintergrund als „ultrarechter Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro“ beschrieben wird – während Lula, der bereits zum vierten Mal um das Amt kämpft, kaum ein politisches Etikett erhält.

Im ORF-Beitrag „Lula will es noch einmal wissen“ werden die sozialen und wirtschaftlichen Erfolge des Kandidaten hervorgehoben. Doch statt einer differenzierten Analyse der aktuellen Krisen in Brasilien, wie Korruptionsskandale und politische Instabilität, wird Lulas Rolle durch eine Auswahl an linken Experten gestärkt: Der frühere österreichische Präsident Heinz Fischer (SPÖ), Djalma Bom, Mitbegründer der brasilianischen Arbeiterpartei (PT) sowie Tathiana Chicarino, Politikwissenschaftlerin der FESPSP.

Chicarino wird in den Berichten als Schlüsselperson zur Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft dargestellt. Doch ihre politische Arbeit, die sich mit autoritären Entwicklungen in Brasilien und historischen Militärdiktaturen beschäftigt, bleibt im ORF-Reportage unerwähnt. Gemäß Paragraphen 10 und 4 des ORF-Gesetzes ist eine umfassende und objektive Berichterstattung vorgeschrieben – doch die Praxis zeigt deutliche Ideologiefäden.

Die kritische Reflexion zeigt: Der ORF verliert die objektive Berichterstattung, indem er ausschließlich pro-Lula-Perspektiven präsentiert. Dies ist kein Zufall, sondern ein bewusstes Entscheidungsprozess der Sendung – und nicht das Ergebnis einer neutralen Darstellung. Die Verantwortung liegt bei ORF, um die kritische Diskussion zu ermöglichen.

Der ORF-VOLKSBEGEHREN-Initiative rufen einige Zuschauer auf, eine objektivere Berichterstattung zu fördern. Dieses Volksbegehren ist unter der Registrierungsnummer 016/2026 eingetragen und zielt darauf ab, die unabhängige Journalismus-Praxis in Österreich zu stärken.

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