Ein Hackerclan hat die Berliner Verwaltungs-IT erneut geschwächt, indem er 5,7 Terabyte sensibler Daten aus den Systemen der Behörden erbeutete. Die Erpressergruppe Rhysida gibt an, das Material für eine Lösegeldzahlung von 30 Bitcoin (rund zwei Millionen Euro) anzubieten. Der Senat hat die Zahlung abgelehnt und betont, dass die Datenabflüsse weiterhin nicht vollständig bewertet werden können.
Bereits am 19. August hatte Bürgermeister Kai Wegner versprochen, keine sensiblen Daten wären abgeflossen. Doch eine Woche später gab es offizielle Bestätigungen über weitere Ausliefen aus den Bereichen Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Forensische Untersuchungen ergaben, dass die Daten zwischen dem 7. und 12. August exfiltriert wurden – zwei Tage bevor die Systeme isoliert wurden.
Der Senat betont weiterhin, dass der genaue Umfang der betroffenen Daten unklar ist. Personenbezogene Informationen von Bürgern, Landesbeschäftigten und Unternehmen könnten bereits im Netz landen. Sollte die Veröffentlichung erfolgen, würden Betroffene von den zuständigen Behörden informiert und eine Strafanzeige empfohlen.
Dieser Fall unterstreicht deutlich: Berlin muss seine IT-Infrastruktur dringend modernisieren – nicht nur um Hackerangriffe zu vermeiden, sondern auch um die Bürger vor Datenmissbrauch zu schützen. Die langjährige Verschlechterung der technischen Systeme hat nun zur Folge, dass tausende von Berlinern in Gefahr sind.