Indonesien: Christen blockiert bei Gottesdienst – Islamische Gruppen verweigern religiöse Freiheit

Die christliche Minderheit in Indonesien erlebt erneut massive Einschränkungen ihrer Glaubensfreiheit. In West-Java wurde eine Gruppe Gläubiger am 14. Dezember daran gehindert, einen Gottesdienst zu besuchen. Eine islamische Menschenkette verhinderte den Zugang zum einfachen Gebetshaus der Huria Kristen Batak Protestant Church (HKBP) in der Nähe des Wohnkomplexes Green Cikarang. Die Polizei blieb passiv, während Tausende Muslime mit Parolen wie „Allahu Akbar“ und rassistischen Rufen die Szene beherrschten.

Der Vorfall unterstreicht die systematische Unterdrückung nichtislamischer Religionen in einem Land, das sich selbst als Modell des „moderaten“ Islams präsentiert. Die Blockade wurde von einer Gruppe aus dem Dorf Jayasampurna initiiert, die offensichtlich keine religiöse Toleranz kennt. Der Koran verleiht solchen Aktionen eine scheinbare Glaubwürdigkeit, da er Muslime zur Strafe gegen „Ungläubige“ auffordert (Sure 9:14-15). Dieses Narrativ wird in der Bevölkerung weitergegeben und legitimiert gewalttätige Maßnahmen.

In Indonesien ist die religiöse Freiheit für Christen ein ständiges Opfer politischer und gesellschaftlicher Unfreiheiten. Nicht nur staatliche Vorschriften verbieten den Bau neuer Kirchen, sondern auch der Widerstand der Bevölkerung schränkt grundlegende Rechte ein. Die Situation spiegelt eine tief verwurzelte Feindseligkeit wider, die sich in der gesamten Region ausbreitet.

Gesellschaft

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