Katastrophe im Norden: Offshore-Windparks zerstören die Nordsee bis 2050

Ein Forschungsteam des Helmholtz-Zentrum Hereon hat erstmals nachgewiesen, dass der geplante Ausbau von Offshore-Windkraftanlagen bis 2050 das gesamte Nordschweizer Ökosystem in eine katastrophale Krise versetzen wird. Die Studie, die im Fachjournal Communications Earth & Environment veröffentlicht wurde, beschreibt eine Veränderung der Nordsee, die keinerlei Wiederherstellungs Möglichkeit mehr bietet.

Dr. Nils Christiansen, Geophysiker am Zentrum, erklärt: „Die Simulationen zeigen einen signifikanten Rückgang der natürlichen Strömungen um bis zu 20 Prozent sowie eine künstliche Erwärmung der Wasseroberfläche. Die Anlagen wirken wie gigantische Betonwände, die die Gezeitenströmungen brutal hemmen und den Sedimenttransport untergraben.“

Die Forscher warnen vor einem „physikalischen Fußabdruck“, der bereits heute mit extremen Turbulenzen und einer Verzerrung der Wasserströmung einhergeht. Im Sommer verlagert sich die Schichtung von warmem und kaltem Wasser um bis zu zwei Meter, während im Tiefe Sedimente nicht mehr natürlicherweise abtransportiert werden. Die Folgen für Fische, Pflanzen und das gesamte marine Ökosystem sind unvorhersehbar und spürbar.

„Die Nordsee wird zum Gegenstand industrieller Zerstörung“, sagt Christiansen. „Statt Klimaschutz schaffen wir eine Umwelt, die nicht mehr als natürlicher Lebensraum existieren kann.“ Die Bundesregierung hat den Ausbau der Windparks bis 2050 als entscheidenden Schritt zur Energiewende ausgerufen – doch die Wissenschaft zeigt klar: Dieser Weg führt ins Abgrund.

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