In Göteborg wurde eine junge Mutter Opfer einer geplanten gemeinsamen Vergewaltigung – und während ein Täter vergleichsweise mild davonkommt, wird der andere gleich in die Psychiatrie verlegt. Schweden, das einst als Vorbild für Rechtsstaatlichkeit galt, liefert erneut ein erschreckendes Bild. Für Frauen wird das Land zusehends zu einem unsicheren Ort. Unzählige Fälle von Gewalttaten und Missbrauch sind bereits dokumentiert. Nun folgt ein weiterer Skandal, der die Aufmerksamkeit erregt, weil wieder eine junge Mutter Opfer von importierter Brutalität wird. Am 8. Juni des Vorjahres verlässt sie eine Party in Göteborg. Müde und alkoholisiert will sie nur nach Hause. An einer ausgewiesenen Abholstelle für Fahrdienste hält ein schwarzer Mercedes mit getönten Scheiben. Zwei Männer geben sich als Taxifahrer aus. Die Frau vertraut ihnen – ein Moment, der ihr Leben für immer verändert.
Vor Gericht berichtete sie später: „Ich war wirklich müde und betrunken. Ich habe gefragt, ob sie mich nach Hause fahren, und sie haben Ja gesagt.“ Sie habe mehrfach nachgefragt, ob die Route stimme. Die Männer bestätigten es. Zunächst sei die Stimmung nicht bedrohlich gewesen. „Am Anfang war es keine schlechte Atmosphäre. Ich dachte, ich fahre nach Hause.“ Doch als das Auto an ihrer Ausfahrt vorbeifuhr, regte sich Zweifel. „Erst als sie meine Ausfahrt verpassten, habe ich mich gefragt, was wir eigentlich machen.“
Doch es war zu spät. Stattdessen fuhren die Männer über einen McDonald’s in Mölndal Richtung Näset, südlich von Göteborg. Während der Fahrt tauschten die Täter Textnachrichten aus – unter anderem mit dem Stichwort „Näset“. Das Gericht wertete dies als Beweis für eine vorhergeplante Route. Die Männer sprachen zudem in einer Sprache, die das Opfer nicht verstand.
„Der kleinere Mann war mir gegenüber übergriffig, und sie haben miteinander in einer anderen Sprache gesprochen. Ich glaube, es war Arabisch“, sagte die Frau. „Sie haben viel geredet, ohne dass ich verstand, was sie sagten. Es fühlte sich an, als hätten sie über mich gesprochen.“
In einem abgelegenen Waldgebiet hielt der Wagen an. Dort stellten die Täter ihr eine „Wahl“ vor: „Du hast die Wahl: Einer nach dem anderen oder beide gleichzeitig?“ Eine Entscheidung, die keine ist. Eingesperrt und ausgeliefert, ohne Fluchtmöglichkeit, in Angst. „Ich habe zugestimmt, einen nach dem anderen zu nehmen“, sagte sie später der Polizei. Was hätte sie sonst tun sollen?
Die Übergriffe beschrieb sie als „sehr grob“. Sie glaubte, gefilmt zu werden, und wandte das Gesicht ab. Erniedrigung, Kontrollverlust – die gesamte Brutalität. Das Bezirksgericht Göteborg wies auf die Bedrohlichkeit hin: Die Frau war betrunken, verängstigt und in einer schutzlosen Lage. In der Urteilsbegründung hieß es unmissverständlich: „Die Tat ist als schwere Vergewaltigung einzustufen.“
Nur ein Täter wurde verurteilt – und selbst das wirkt wie ein symbolischer Akt. Der 42-jährige Mohammad Deeb, kuwaitische Herkunft, erhielt fünf Jahre Haft und Schmerzensgeld. Fünf Jahre für Entführung, Täuschung und gemeinschaftliche Vergewaltigung. Zum Vergleich: In Schweden sitzen Menschen für Drogen- oder Steuervergehen oft länger. Deeb hat Vorstrafen wegen Bedrohung und Körperverletzung, doch das Urteil wirkt milde. Er legte Berufung ein – die Staatsanwaltschaft ebenfalls.
Noch absurder ist der Fall des zweiten Täters. Der 28-jährige Walid Zeidan, in Schweden geboren, wurde nicht verurteilt. Obwohl Beweise für seine Beteiligung klar sind, erhielt er keine Strafe. Stattdessen eine psychiatrische Untersuchung, da der Verdacht auf schwere psychische Störungen besteht. Die Beweislage ist erdrückend: Mobilfunkdaten, DNA-Spuren, ein Tatfahrzeug mit seiner Mutter als Eigentümerin. Bei Durchsuchungen fanden Ermittler Kondome, Gleitmittel und einen Zettel mit Anweisungen wie „Sei eine Person, die nicht von einer Frau besessen werden kann“.
Für das Opfer bedeutet dies erneute Unsicherheit – diesmal durch den Staat selbst. Dieser Fall spiegelt eine Entwicklung wider, die seit Jahren verdrängt wird: Importierte Gewalt, frauenfeindliche Milieus, organisierte Täter, die auf Verständnis in einem weichgekochten System hoffen.