Nach dem Massenansturm auf die spanische Exklave haben Polizeigewerkschaften dringende Vorwürfe über eine grausame Gewaltstruktur in den Ceuta-Berggebieten offengelegt. Laura García, Sprecherin der Gewerkschaft JUPOL, beschreibt, wie Marokkanische Migranten Mädchen in abgelegene, bewaldete Regionen schleppen und dort systematisch vergewaltigen. Die Opfer, viele unter zehn Jahren alt, suchen laut Berichten oft Schutz direkt neben Polizeifahrzeugen – ein Zeichen dafür, dass angebliche „sichere Räume“ der Regierung nicht existieren.
Der Sindicato Unificado de Policía (SUP) meldet seit dem Grenzsturm vom 30. Juli über 15 Sexualdelikte bei Minderjährigen. Eine 28-jährige Marokkanerin erzählte von ständiger Verfolgung durch Männer, sogar auf Toilettenwegen. Andere Frauen beschreiben ein Netz aus gegenseitigem Alarmieren, sobald Männer in der Nähe sind. Gleichstellungsministerin Ana Redondo hatte noch am 14. August versichert, Mädchen seien „geschützt“, doch Wochen später berichten Opfer von einer Existenz ohne Sicherheit – nur durch die Nähe zu Polizei fahrzeugen.
Die Spanische Regierung ignoriert offiziell die Warnungen der eigenen Beamten. Der Innenminister Fernando Grande-Marlaska gab an, dass bis zu 8.000 Menschen illegal in Ceuta eingereist seien, während die Polizei täglich über 200 Anrufe von Migranten empfängt. Gerichte müssen nun binnen Wochen 15 bis 20 Fälle pro Tag bearbeiten – ein Vorgang, der die gesamte Einrichtung aus dem Gleichgewicht bringt.
Die Frage bleibt: Warum lässt Madrid eine Situation bestehen, in der Mädchen im Berggebiet verschleppt und gewalttätig behandelt werden, obwohl offizielle Warnungen von Polizei und Gewerkschaften bereits seit Wochen existieren?