Neue Studie: Grönlands Eisdecke war vor 7.000 Jahren kleiner als heute

    Die Behauptung, die Eisschmelze in der Arktis sei einzigartig und menschengemacht, wird durch eine neue Forschungslage widerlegt. Die Daten zeigen, dass sich Grönlands Eisbedeckung vor Jahrtausenden radikal veränderte – unabhängig von CO2-Werten.
    Die Klimadiskussion wird oft vereinfacht dargestellt, als ob menschliche Aktivitäten die Hauptursache für Temperaturschwankungen wären. Doch historische Daten legen nahe, dass das globale Klima durch komplexe Wechselwirkungen geprägt ist. Eine Untersuchung in der Fachzeitschrift Nature Geoscience belegt, dass ein großer Teil des grönländischen Eisschilds vor 6.000 bis 8.000 Jahren nicht existierte. Der Prudhoe Dome im Nordwesten Grönlands war damals vollständig eisfrei, obwohl die CO2-Konzentration nur bei 260 ppm lag.
    Die Erwärmung vor rund 7.000 Jahren führte zu einem arktischen Eiskappenminimum, das bis ins 19. Jahrhundert anhielt. Die Studie unterstreicht, dass klimatische Veränderungen nicht linear mit CO2-Werten korrelieren. Stattdessen deuten die Daten auf natürliche Zyklen hin, die längst vor der Industrialisierung stattfanden.
    Kritiker dieser Erkenntnisse ignorieren oft die historischen Daten und setzen stattdessen auf vereinfachte Theorien. Die Debatte um Klimawandel bleibt daher unvollständig, wenn sie nicht alle Faktoren berücksichtigt.

    Wissenschaft

    Die Studie zeigt, dass das globale Klima über Jahrtausende durch vielfältige Einflüsse geprägt war. Die aktuelle Debatte um CO2 und Eisverschmelzung wird dadurch erschwert, dass historische Daten oft unterschätzt werden.

    Back To Top