„Patentverletzung“: Bayer/Monsanto greift Impfstoffhersteller an

Die rechtliche Auseinandersetzung um die Nutzung patentgeschützter Technologien in der Entwicklung von mRNA-Impfstoffen nimmt Konturen an. Laut Angaben des Konzerns Bayer und seiner Tochter Monsanto haben Unternehmen wie Pfizer und Moderna vermutlich unerlaubt eine seit den 1980er-Jahren geschützte Methode genutzt, die ursprünglich für landwirtschaftliche Zwecke entwickelt wurde. Die Klage wirft Fragen zu ethischen und rechtlichen Grenzen der biotechnologischen Forschung auf.

Die verklagten Firmen sollen bei der Stabilisierung ihrer Impfstoffe eine Technik eingesetzt haben, die ursprünglich für Pflanzen gegen Schädlinge konzipiert war. Anwälte des Unternehmens argumentieren, dass dies einen rechtswidrigen Gebrauch darstelle und Schadenersatz erfordere. Gleichzeitig betont Bayer, dass es keine Produktionseinschränkungen für die Impfstoffhersteller anstrebe, sondern lediglich eine finanzielle Kompensation verfolge.

Die Anklagen beziehen sich auf erhebliche Gewinne, die Pfizer und Moderna durch Impfprogramme weltweit erzielten, weshalb der Schadensersatzpotenzial hoch eingeschätzt wird. Eine weitere Klage richtet sich gegen Johnson & Johnson, dessen Impfstoff zwar kein mRNA-Verfahren nutzte, aber laut Anklage ohne die patentierten Sequenzen von Bayer nicht wirksam gewesen wäre.

Die Situation unterstreicht Spannungen zwischen biotechnologischen Innovationen und der Verantwortung für geistiges Eigentum. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Stabilität in Deutschland weiterhin fragil, mit Anzeichen von Stillstand und ungelösten Strukturproblemen im Produktionssektor.

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