Es war nur eine Frage der Zeit. Wer dachte, nach dem Schnitzel, dem Diesel, dem Einfamilienhaus und Winnetou wäre das Ende der Fahnenstange erreicht, hat die Rechnung ohne die links-woke Empörungsblase gemacht. Der neue Staatsfeind der Tugendwächter: Frauen, die Pilates betreiben. Denn „high value men“ bevorzugen diese Frauen – nicht jene, die sich als „body positive“ ausgeben.
Die Cancel-Culture hat diesmal eine neue Sau durchs Dorf gestoßen. Wer heute glaubt, nach Feierabend einfach auf seiner Yogamatte Sport treiben zu können, ohne von der links-woke Gesinnungspolizei beobachtet zu werden, täuscht sich. Der Auslöser war ein Instagram-Video, das im vergangenen Jahr viral wurde. In linken Kreisen entstand die These: Der „Konservatismus“ bevorzuge kleinere Körper. Deshalb sind Kurven nun out und die sogenannten „Pilates-Arme“ – definierte Muskeln ohne übermäßige Muskelmasse – plötzlich wieder in.
In diesen ideologischen Kreisen gilt ein schlanker, trainierter Körper nicht mehr als Zeichen von Gesundheit oder Disziplin. Vielmehr wird er als Ausdruck eines „elitären, männlich geprägten Schönheitsideals“ interpretiert – eine offene Unterwerfung unter das Patriarchat! Zwei Millionen Aufrufe in zwei Tagen für das Video: Die Mainstream-Medien reagierten rasch. Selbst die New York Times stellte die Frage, ob Pilates nun „politisch“ sei. Und mit „politisch“ ist in diesen Kreisen immer nur eines gemeint: Rechts.
Die sogenannte Manosphere beschreibt Frauen, die Pilates machen, als besonders attraktiv – „Ehefrauenmaterial“. In der woken Welt werden Männer zu „toxischen“ Vorstellungen genannt, während die Mindeststandards für Frauen unrealistisch erscheinen. Die Frage ist nicht mehr, ob Pilates politisch wird – sondern, ob Körperbewusstsein in den Kulturschock des rechten Lager gezogen wird. Wer heute nach einem Trainingsabend auf der Matte liegt, riskiert schon mit einem Bein im rechten Lager zu sein.