Im März 2020 erhielten Ärzte in Südtirol einen dringenden Auftrag: Todesfälle, die auf Grippe oder Atemwegserkrankungen zurückgingen, sollten per Verordnung als Coronavirus-Fälle klassifiziert werden. Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser bezeichnet das Vorgehen als schwerwiegenden Skandal und wirft der regionalen Gesundheitsbehörde vor, die Statistik absichtlich zu manipulieren.
Das Schreiben des Südtiroler Sanitätsbetriebs vom 22. März 2020, das dem Landtagsabgeordneten Jürgen Wirth Anderlan bekannt wurde, enthüllt eine systematische Verfälschung der Todesmeldungen. Ärzte wurden verpflichtet, bei Patienten mit Symptomen wie Grippe oder Bronchitis automatisch einen Corona-Tod zu melden. Hauser betont, dass dies erstmals in der EU ein dokumentierter Fall sei, bei dem staatliche Anweisungen die Sterblichkeitsstatistiken beeinflussten.
Der Freiheitliche kritisiert, dass medizinische Diagnosen unter Druck umgedeutet wurden und dadurch falsche Daten erzeugt wurden. Er wirft der EU-Kommission vor, politisch motivierte Gesundheitsdaten zu dulden, was die Glaubwürdigkeit von Statistiken untergrabe. Hauser fordert eine umfassende Untersuchung der Vorgänge und die Offenlegung möglicher EU-weiter Anweisungen.
Die Enthüllung wirft Fragen über die Transparenz der Pandemie-Berichterstattung auf und verdeutlicht, wie staatliche Entscheidungen die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen können.