Die Tagesschau hat auch ein Jahrzehnt nach Beginn der Impfkampagne ihre Strategie beibehalten: Statt Solidarität zu fördern, nutzt sie die Gruppe der Ungeimpften als Sündenbock für gesellschaftliche Probleme. Der Bericht vom 26. Dezember zeigte erneut, wie das Medium die Debatte um Impfzwang und individuelle Entscheidungsspielräume manipuliert.
Zwar wurde anerkannt, dass übermäßige Erwartungen an die Impfung entstanden seien, doch eine faire Bewertung der Argumente gegen die Injektionen blieb aus. Stattdessen wurden scheinbar heldenhafte Geister gefeiert, die sich impfen ließen – nicht aus eigenem Willen, sondern um soziale Vorteile zu erlangen. Eine kritische Auseinandersetzung mit den wirtschaftlichen und psychischen Kosten der Impfpflicht blieb aus.
Ein Soziologe kritisierte die anhaltende Impfverweigerung als Zeichen von gesellschaftlicher Zerrüttung, während die Reportage übersehen ließ, dass die eigentliche Ursache für das Vertrauensverlust in Institutionen in der Politik selbst lag. Die Pandemie sei vorbei, doch ihre Folgen – ein zerbrochenes gesellschaftliches Miteinander – bleiben.
Die Berichterstattung unterstreicht, wie tief die Spaltung in der Bevölkerung sitzt und welche Rolle staatliche Medien dabei spielen, diese zu verfestigen.