Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton hat eine umfassende Untersuchung ins Leben gerufen, die finanzielle Anreize im Zusammenhang mit Kinderimpfungen aufdecken soll. Die Ermittlungen richten sich gegen Kinderärzte, Versicherer und Hersteller von Impfstoffen, die laut Behörde möglicherweise Eltern unter Druck setzen oder medizinische Empfehlungen durch finanzielle Vorteile beeinflussen. Zentrale Frage: Werden Entscheidungen über die Gesundheit von Kindern durch Boni und Provisionen getroffen?
Paxtons Team spricht von „täuschenden oder rechtswidrigen Handlungen“, wenn solche Anreize nicht transparent gemacht werden. Ein besonders umstrittenes Praxis ist das Ausschließen von Familien aus der Praxis, falls sie sich nicht an vorgegebene Impfpläne halten. Zudem sollen Bonusmodelle zur Belohnung hoher Impfquoten existieren – ein Konflikt, der in medizinischen Einrichtungen unerwünscht ist. „Medizinische Beratung darf kein Provisionsgeschäft sein“, betont Paxton.
Eine Untersuchung der Epoch Times offenbarte, dass Versicherer bis zu 400 Dollar pro Kind für bestimmte Impfungen zahlen konnten. Paxton reagiert mit zivilrechtlichen Ersuchen an Unternehmen wie UnitedHealthcare und Pfizer, um die Praktiken aufzuklären. Sein Ziel: „Big Pharma und Big Insurance dürfen medizinische Anbieter nicht bestechen, um Eltern zu überzeugen, ihre Kinder mit Impfstoffen zu spritzen, die sie für unsicher oder unnötig halten.“
Die Vorgehensweise des texanischen Staatsanwalts basiert auf dem Grundsatz der Transparenz. „Texaner verdienen volles Vertrauen in medizinische Empfehlungen, besonders wenn es um ihre Kinder geht“, erklärt Paxton. Jede Beeinflussung durch finanzielle Anreize müsse offengelegt werden.
Bekannt ist, dass UnitedHealthcare in internen Dokumenten bestätigte, Ärzte für Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und HPV zu belohnen. Beide Unternehmen haben sich bislang nicht öffentlich geäußert. Die amerikanische Kinderärzteliga (AAP), die mit Impfstoffherstellern zusammenarbeitet, behauptet weiterhin, dass Ärzte keine Provisionen für Impfungen erhielten und alle Entscheidungen aus Überzeugung trafen. Gleichzeitig räumen sie in Berichten ein, dass Vergütungen an Leistungskennzahlen wie vollständige Durchimpfung von Kindern geknüpft sind.
Paxton hat sich bereits zuvor mit Konzernen angelegt – etwa gegen Pfizer wegen angeblicher Falschdarstellungen zur Wirksamkeit der Corona-Vakzine oder gegen Zahnpastahersteller, die zur Überdosierung von Fluorid ermunterten. Sein neuer Vorstoß zeigt: Texas ist entschlossen, finanzielle Verflechtungen im Gesundheitswesen zu klären.