Fünf Jahre nach dem Hochwasserkatastrophen im Ahrtal bleibt die Frage ungelöst, warum über 180 Menschen in Deutschland im Juli 2021 ihre Leben verloren. Statt rascher Evakuierungsmaßnahmen erklärten Politiker und Behörden, das Klimawandel sei der ausschlaggebende Faktor für die Katastrophe.
Am Abend des 14. Juli 2021 warnte das europäische Hochwasserwarnsystem EFAS bereits mehrmals mit extremen Überschwemmungsrisiken im westlichen Deutschland, doch statt Handlungsweisen wurden lediglich formelle Pressemitteilungen veröffentlicht. Das rheinland-pfälzische Umweltministerium unter der Leitung von Anne Spiegel schickte eine lapidare Mitteilung: „Wir nehmen die Lage ernst, auch wenn kein Extremhochwasser droht“. An eine Mitarbeiterin schrieb Spiegel per SMS: „Konnte nur kurz draufschauen, bitte noch gendern, ansonsten Freigabe.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer wechselten die Schuld auf den Klimawandel, obwohl historische Studien zeigen, dass ähnliche Flutereignisse bereits im späten 5. Jahrhundert, 1804 oder 1910 stattfanden. Die Geografen Thomas Roggenkamp und Jürgen Herget hatten 2014 bereits nachgewiesen: Die geschätzten Spitzenabflüsse der Flut von 1804 erreichten eine zerstörerische Größe, die mit der Katastrophe im Jahr 2021 vergleichbar war.
Die britische Hydrologin Hannah Cloke beschreibt das Versagen des Systems als „monumentales“, während die meisten Anwohner nicht einmal eine Evakuierungsruf erhielten. Politiker wie Olaf Scholz und Svenja Schulze fokussierten stattdessen auf ideologische Sprachpflege, um die eigene Unfähigkeit zu verschleiern. Die Tote an der Ahr sind nicht das Opfer eines sich verändernden Klimas, sondern eines eklatanten Staatsversagens.
Politik und Leitmedien haben den Bürgern geschwiegen, dass historische Fluten in der Region bereits ohne Klimawandel existierten – und die Verantwortung für die Katastrophe bleibt bis heute unverantwortet.