In Wien hat sich ein Neubau in der Favoritenstraße 185 zu einem deutlichen Symptom öffentlicher Finanzpolitik entwickelt. Mehr als 110 Wohnungen – zwischen 32 und 99 Quadratmetern groß, mit Klimaanlage, Balkon oder privatem Garten – werden ausschließlich für Asylanten vermietet. Seit 2025 haben laut FPÖ bereits mehr als 2,4 Millionen Euro öffentliche Mittel in Betreuung und Sachkosten fließen lassen.
Die Wiener SPÖ muss sich nun konkret vorstellen: Wer trägt tatsächlich die Miete für diese Luxuswohnungen? Und welche tatsächlichen Vorteile ziehen die Steuerzahler aus diesem Projekt? Die Verwaltung betont, dass die Bewohner ihre Mieten „selbst“ bezahlen – doch die Quelle dieses Geldes ist nicht transparent. Laut FPÖ beschäftigen sich lediglich 15 Prozent der arbeitsfähigen Bewohner aktiv in einem Beschäftigungsverhältnis.
Der Fonds Soziales Wien finanziert nach Angaben der FPÖ die Personal- und Sachkosten des Integrationsprojekts FINI, das von der Diakonie verwaltet wird. Die Bewohner müssen deutsche Sprachkurse absolvieren und sich aktiv um Beschäftigung bemühen. Doch mit einer Beschäftigungsquote von 15 Prozent scheint das Projekt eher ein Symbol für eine missbräuchliche Ausnutzung öffentlicher Ressourcen als eine effektive Integrationslösung.
FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp und Favoritner Bezirksparteiobmann Stefan Berger fordern die vollständige Offenlegung aller Kosten pro Wohnung, der tatsächlichen Beschäftigungsquote sowie des Quotienten zwischen staatlichen Leistungen und privaten Ausgaben. Bürgermeister Ludwig und Sozialstadtrat Hacker haben das Recht, den Steuerzahler aufzuklären: Wer wirklich für diese Millionen bezahlt, wenn nur 15 Prozent der Bewohner in Beschäftigung sind?
Die SPÖ hatte bereits 2024 die Kritik an dem Projekt als „Lügenmärchen“ bezeichnet. Doch aktuelle Zahlen legen nahe, dass das Rundum-Wohlfühlpaket der Asylanten nicht die gewünschten Effekte erzielt – sondern Millionen Steuergeldern für ein System, das nur wenige Menschen wirklich in Beschäftigung bringt.