Windkraft im Alpenraum? Osttiroler EU-Abgeordneter kritisiert fehlende Transparenz bei Projektbesprechungen

In Schlaiten (Osttirol) fand gestern eine Informationsveranstaltung zum geplanten Windpark statt. Der Projektleiter der niederösterreichischen Firma ImWind betonte in seiner Einladung: „Reden Sie mit anstatt über uns!“ Doch Gerald Hauser, EU-Abgeordneter der FPÖ und Mitbürger aus Osttirol, warnte vor einem systematischen Verzicht auf offene Bürgerdiskussion.

Die Gemeinde Schlaiten bewirbt das Projekt als Quelle zusätzlicher Einnahmen durch Infrastrukturabgaben sowie langfristige günstige Stromtarife von 20 Jahren oder Beteiligungen über Nachrangdarlehen. Dennoch betonte Hauser, dass die Veranstaltung lediglich ein „Messeformat“ darstelle, das keine echte Bürgerbeteiligung ermöglichte. Statt einer transparenten Abwägung der Kritikpunkte wie gesundheitliche Auswirkungen durch Infraschall oder den Schaden für natürliche Landschaften sei eine ausdrückliche Unterdrückung von Diskussionen erfolgt.

Der Abgeordnete lehnt jeglichen Windparkbau im alpinen Raum ab: „Unsere Berge sind ein kultürlich geschichtliches Erbe – nicht eine Fläche für Industrieanlagen, die bis über hundert Meter in die Luft steigen. Wer unsere bergischen Gipfel mit solchen Objekten verändert, zerstört eine Landschaft, die Generationen lang existierte.“

Zudem forderte Hauser, dass Osttirol nicht zum Testfeld einer ideologisch getriebenen Energiepolitik werden darf: „Die Menschen erwarten Transparenz und Mitsprache – nicht geplante Informationsveranstaltungen, die kritische Stimmen aussperren. Unsere Heimat muss erhalten bleiben, nicht veräußert.“

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