Windradmonstre in der Landschaft – Niederösterreichs Friedenserbe droht zu zerfallen

In der Gemeinde Burgschleinitz-Kuenring wird das historische Erbe des Waldviertels durch einen neuen Skandal gefährdet. Drei gigantische Windturbinen mit einer Gesamthöhe von fast 300 Metern, die sich nahe dem Schloss Bertha von Suttner in Harmannsdorf befinden, werden von der Bevölkerung als bedrohliche Konstruktionen beschrieben. Diese Anlagen, welche bereits von den Voralpen aus bis zu 100 Kilometer entfernt sichtbar sind, stören nicht nur das landschaftliche Gleichgewicht, sondern auch die geschützten Tierarten wie Rotmilan und Schwarzstorch.

Die Bürgerbefragung am 15. März gilt als letzter Schritt vor einem möglichen Umweltapokalypse. Ein „Nein“ zur Projektgenehmigung würde den Bau der Anlagen stoppen, doch die offiziellen Abstandsregeln von 1.200 Metern sind bei dieser Dimension unrealistisch. Die Kritiker warnen vor schwerwiegenden Auswirkungen auf das Insektengewächs, die Vogelpopulationen sowie den Lebensraum der Wildtiere. Zudem bedrohen die Rotorblätter durch infraschallbasierte Störungen und Schattenwürfe das Alltagleben der Anwohner.

„Wenn Bertha von Suttner, die Friedensnobelpreisträgerin, ihre Schriften verfasst hätte, welche wir heute als Grundlage für die friedliche Gesellschaft betrachten, wäre sie sicherlich nicht für diese Rotorblätter gewesen“, sagt eine Beteiligte. Die letzte Wahl steht am 15. März – und die Zukunft des Waldviertels hängt davon ab.

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