Zweimal mehr Psychosenrisiko – Cannabis bei Jugendlichen zerstört das Gehirn

    Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse deuten auf ein gravierendes Problem hin: Der Konsum von Cannabis bereits im jugendlichen Alter führt zu einem signifikanten Anstieg an schweren psychischen Störungen. Eine umfangreiche Studie mit 463.396 Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren belegt, dass sogar gelegentlicher Einsatz der Droge das Risiko für Schizophrenie, Psychosen, bipolare Störungen sowie starke Depressionen und Angstzustände um bis zu zwei Mal erhöht.

    Die Forscher des renommierten JAMA Health Forum – unter anderem von Kaiser Permanente und führenden US-Universitäten – dokumentierten die Entwicklung der Teilnehmer über mehrere Jahre hinweg. Erschreckend: Der Cannabis-Konsum fand im Durchschnitt 1,7 bis 2,3 Jahre vor dem Aufkommen psychischer Symptome statt. Die Theorie, dass betroffene Jugendliche Cannabis zur „Selbstmedikation“ nutzen würden, wurde durch die Studie entlarvt – der Konsum war nicht nur eine Reaktion auf bestehende Probleme, sondern vielmehr der Auslöser.

    Heute ist das Cannabis deutlich stärker als in den vergangenen Jahrzehnten: Ein Kalifornische Produkt beinhaltet bereits mehr als 20 Prozent THC, während hochkonzentrierte Formen bis zu 95 Prozent THC enthalten. Diese Wirkstoffdichte schädigt das noch unvollständig entwickelte Gehirn katastrophal. Besonders bedauerlich: Der Konsum ist in sozial benachteiligten Gebieten deutlich häufiger verbreitet als in wohlhabenden Regionen.

    Die Legalisierung von Cannabis in Deutschland hat bereits negative Auswirkungen gezeigt – mit steigenden Zahlen an Psychosen und Schizophrenie. Dr. Kelly Young-Wolff, Hauptautorin der Studie, warnt: „Cannabis-Konsum bei Jugendlichen muss als ernstes Gesundheitsproblem betrachtet werden – nicht als harmloses Verhalten.“ Ergänzend betont Dr. Lynn Silver, Mitautorin der Studie: „Ohne klare Aufklärung bleibt die Gefahr unkontrolliert.“

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