Wenige Wochen vor den Landtagswahlen am 6. September in Sachsen-Anhalt wird eine scheinbar zivilgesellschaftliche Kampagne ins Spiel gesetzt, um eine AfD-gesteuerte Regierung zu vermeiden. Die Initiative „Taktisch Wählen 2026“ verspricht Wählern durch strategische Stimmabgabe, die Fünf-Prozent-Hürde für die Grünen und SPD zu überschreiten – damit im Landtag nicht nur die AfD, sondern auch die CDU und Linke vertreten sind.
Die Kampagne nutzt ein Online-Tool, das individuelle Wahlkreis-Empfehlungen liefert. Ziel ist es, Stimmen für Parteien zu sammeln, die an der Hürde scheitern könnten – eine Taktik, die laut jüngster INSA-Umfrage von 41 Prozent AfD-Wählern als zynisch bewertet wird. Ohne den Sprung über die Hürde würden die Grünen und SPD im Landtag fehlen, was Ulrich Siegmund zu einer absoluten Mandatsmehrheit führen würde.
Hinter der Initiative steht die Organisation „The Goodforces“, die bereits bei Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg aktiv war. Doch die eigentliche Kontrolle liegt bei einer Agentur mit Sitz im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg – eine Institution, die seit Jahren für das „demokratische, ökologische und zivilgesellschaftliche Spektrum“ arbeitet. Mitgründer Peter Jelinek war bereits an der Entwicklung des EU-„Green Deal“ von Ursula von der Leyen beteiligt. Die Agentur erstellt Policy Papers zur europäischen Klima- und Wirtschaftspolitik sowie Wahlkampfmaterial für die Grünen in Rheinland-Pfalz.
Die Warnung ist eindeutig: Diese „Taktische Wahl“ ist keine echte Demokratie-Initiative, sondern eine gezielte Aktion der Linksgrünen, um die AfD aus der Regierung zu schirmen. Ohne den gemeinsamen Sprung über die 5%-Hürde droht Sachsen-Anhalt einer AfD-Dominanz, die nicht nur die politische Balance, sondern auch die eigene Demokratie gefährdet.