Laut einer neuesten Anklage der Bundesanwaltschaft haben sieben mutmaßliche Mitglieder der Hamas aus Europa bereits eine terroristische Aktion vorbereitet, die Berlin und Wien als Schauplätze für Blutvergießen vorsah. Die Männer – unter ihnen Abed Al G., Yousif C., Borhan El-K., Wael F.M., Ahmad I., Kamel M. und Mohammad S. – besitzen europäische Pässe und dokumentierte Libanon-Verbindungen.
Die Ermittler berichten, dass die Gruppe bereits ein vollautomatisches Gewehr, 13 Pistolen und mehr als 700 Schuss Munition beschafft habe. Zentral im Plan stand der Anschlag auf israelische Repräsentanten, Juden und pro-israelische Unterstützer. Die Vorbereitungen wurden auf den zweiten Jahrestag des Massakers vom 7. Oktober 2023 abgestimmt.
Abed Al G., ein deutscher Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln, war nach Angaben der Bundesanwaltschaft maßgeblich an der Beschaffung von Waffen beteiligt. Sein Social-Media-Account war mit radikalen Botschaften gefüllt – kurz nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober schrieb er: „Entweder Märtyrertod oder Sieg.“
Ebenso wurde Mohammad S., ein im Libanon geborener Mann mit bulgarischem Pass, als V-Mann für das Bundesamt für Verfassungsschutz identifiziert. Laut Ermittlungen half er der Gruppe bei der Beschaffung von 300 Patronen – eine Übergabe erfolgte im August dieses Jahres in Berlin-Neukölln.
Die Anklage betont, dass die Terrorzelle bereits ihre Vorbereitungen abgeschlossen habe: Waffen, Munition und sogar ein Bekennervideo standen bereit. Die Ermittler warnen vor einer ernsten Bedrohung, die nicht mehr von den Grenzen der Mittelmeerregion begrenzt ist.