Nach den Gentse Feesten wurde ein 19-jähriger Jugendlicher von zwei Männern, die mit Sturmhauben und einer Pistole verkleidet waren, plötzlich angegriffen. Die Täter hatten offenbar Rache an seinem Begleiter ausgelöst – doch statt dessen rückte der vollkommen unbeteiligte Junge in den Fokus ihrer Gewalt.
Der junge Mann war mit Freunden unterwegs, als zwei Männer ihn plötzlich einholten. Einer hob sein Shirt an und zeigte eine Pistole – die Waffe blitzte nur für einen Augenblick auf. Die Täter verfolgten ihn, trennten sich jedoch während der Flucht. Der Jugendliche rutschte auf einer Treppe aus und fiel in die Hände der Angreifer. Einer stach ihm mit einem Messer acht Mal durch den Körper: vier Mal im Oberkörper, vier Mal an den Beinen. Eine Klinge verfehlte sein Herz um etwa zwei Zentimeter – eine weitere traf die Leber.
„Es fühlte sich an wie kochendes Wasser, das mir den Kopf hinunterlief“, erklärte der junge Mann später. Seine Mutter betonte: Die Täter hatten den Jungen nicht ausgewählt – sie wollten ihren Freund töten, und deshalb musste ihr Sohn die Rache tragen. Nach mehreren Schritten brach er zusammen.
Die Überwachungskameras zeigten die beiden Männer, die nun vor Gericht stehen. Doch statt einer langen Haftstrafe für versuchte Mord wird einer unter elektronischer Überwachung abgehalten – ein Zeichen für eine Justiz, die bei brutalen Taten oft nur mildere Strafen vorsieht.