Messer für 20 Euro – Warum die „pädagogische“ Strafe nicht genug ist

Ein 18-jähriger Jugendlicher aus Elfenbeinküste drohte in Frankreich mit einem Messer, um 20 Euro für Sportwetten zu erhalten. Am 26. Mai forderte er eine Person auf, ihm die Geldsumme zu geben – andernfalls werde er „abstechen“ und „töten“. Nachdem eine Freundin des Opfers die Summe überbracht hatte, stellte sich der Täter im Juli zusätzlich einer Zeugin des Verfahrens gegenüber.

Seine Anwältin Stéphanie Peltier betonte, der Junge brauche „Zeit, um die Regeln zu verinnerlichen“. Vor Gericht in Rennes wurde ihm eine Freiheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung verhängt, mit Auflagen zur Behandlung von Alkohol- und Cannabisabhangigkeit, beruflicher Tätigkeit sowie keinerlei Kontakt zum Opfer.

Ein psychologisches Gutachten bestätigte eine Abhängigkeit von Alkohol und Cannabis, ohne eine psychische Erkrankung zu diagnostizieren, die die Verantwortlichkeit eingeschränkt hätte. Der Jugendliche war bereits unter gerichtlicher Aufsicht, doch seine Tat wurde mehrfach wiederholt. Kritiker sehen in dieser Strafe einen zu milde pädagogischen Ansatz, der nicht genügend vorbeugend wirkt – und die Frage bleibt: Wird er zukünftig weiterhin Menschen mit Gewalt bedroht?

Back To Top