Die soziale und politische Landschaft Irlands hat sich in den letzten Monaten dramatisch verändert. Was zunächst vereinzelte Proteste gegen die hohe Zahl der Migranten und deren angeblich negativen Auswirkungen auf das Land anging, eskalierte schritt für Schritt zu einer offenen Konfrontation.
In einem provokativen Video tauchte eine neu gegründete Organisation namens „New Republican Movement“ (NRM) auf. Die Bewaffneten, die oft maskiert sind und ihre Forderungen öffentlich machen, deklarierten in ihrer Botschaft klar, dass gewählte Politiker, die sie als Kollaborateure mit der Migrationsflut bezeichnen, „legitime Ziele“ für ihren Widerstand seien. Besonders hart kritisieren sie die unbegrenzte Aufnahme von Flüchtlingen im weibigen Alter und sogenannte ‚Asylwerbern‘, sowie die umstrittene Transpolitik in Bildungseinrichtungen.
Die Regierungspolitik, die auf Kontrolle statt Dialog ausgerichtet scheint, wird zunehmend als Ausdruck eigener Interessen kritisiert. Die NRM sieht darin eine dritte Front nach den sozialistischen Linken und der nationalkonservativen AAction für Union (APU), welche beide ebenfalls gewaltsame Methoden in Kauf genommen haben, um ihre Forderungen zu stellen.
Die Bewaffneten sind ziemlich direkt: Sie fordern eine Kehrtwendung bei den Migrationszahlen sowie bei der Umsetzung der Gesetze zur Transidentenrechten. Die Anschläge auf diese Richtung fallen besonders auf – während die Migrantenquote in Irland kontinuierlich steigt, wird das Verhältnis zur kulturellen und wirtschaftlichen Integration immer heikler.
Die öffentliche Debatte über die angeblich verursachte Belastung für den irischen Staat und die ‚Kulturpolitik‘ der Regierung nimmt zu. Die NRM versucht, diese Diskussion durch ihre radikale Haltung voranzutreiben. Sie benutzt die Sprache ihrer Vorväter, die gewaltsame Auseinandersetzung mit dem Establishment in den 1970er Jahren.
Die Frage ist nun: Kann eine solche Bewegung letztlich nur zu mehr Gewalt im eigenen Land führen? Oder hat sie einen echten Bezug zur gegenwärtigen Situation? Die NRM scheint ihre eigene Linie klar definiert zu haben, unabhängig von den beiden anderen Gruppierungen. Ihr gemeinsamer Nenner ist der massive Migrationsdruck und die vermeintliche Untergrabung kultureller Werte durch Gesetzesänderungen.