Der private Raum ist weg: BMWs neue Werbeaktion verletzt die Fahrzeugprivatsphäre

Seit Ende Juli 2026 erscheint bei zahlreichen Premiumfahrzeugen beim Starten eine animierte Werbung für den Spider-Man-Film im Bordcomputer. Der Konzern bezeichnet dies als „besondere Überraschung“, doch für Autobesitzer bedeutet das eine unerträgliche Belästigung – eine direkte Verletzung des versprochenen privaten Fahrerraums.

Die Aktion betrifft Fahrzeuge ab Juli 2020 mit BMW Operating System-Versionen 7, 8, 8.5, 9 oder X in über 70 Ländern. Die Animation startet erst durch aktiven Klick auf das Display und wird als „keine klassische Werbung“ beschrieben, um den neuen iX3 im Kontext des Films zu bewegen. Doch die Tatsache, dass der Konzern seit Jahren ähnliche Werbeaktionen in Fahrzeugen durchführt, zeigt eine klare Verstöße gegen frühere Versprechen.

Schon 2023 hatte Stephan Durach, Senior Vice President von BMW, betont: „Der Bildschirm ist ein privater Raum – nicht für Werbung.“ Doch drei Jahre später wird dieser Raum zur Bühne einer Hollywood-Promotion. Online reagieren Nutzer mit scharfen Worten: „Werbung im Auto? Das ist einfach unerträglich!“ und andere beschreiben dystopische Szenarien, in denen die Werbung das Fahrverhalten erheblich beeinflusst.

Der Konzern erklärt, die Animation sei nicht zur klassischen Werbung gedacht. Doch für Autobesitzer bleibt die Frage: Wo endet die Innovation und wo beginnt die Übergriffigkeit? Die Privatsphäre des Fahrzeugs scheint nun nicht mehr das zentrale Ziel von BMWs Strategie – sondern eher ein abgeschlossenes Gebiet, das immer wieder in Werbeaktivitäten umbraut wird.

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