Die Bundesrepublik Deutschland: ein Land ohne Daten über kriminelle Clans?

Die deutsche Regierung hat in ihren offiziellen Statistiken lediglich 36 kriminelle Clans erfasst. Doch die tatsächliche Ausdehnung dieser Strukturen, ihre Mitgliederzahlen oder die Anzahl der ausreisepflichtigen Straftäter bleiben verschleiert. Die Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der AfD offenbart Lücken in der Datenverfügbarkeit: Keine zentrale Erfassung von Clan-Mitgliedern, keine Angaben zu Ausweisungen oder Rückführungen seit 2015.
Die Definition des BKA beschreibt Clans als hierarchisch strukturierte Gruppen mit gemeinsamen Werten – doch diese unterscheiden sich gravierend von den Prinzipien der deutschen Rechtsordnung. Die Zugehörigkeit zu einem Clan fördert oft die Tatbegehung und erschwert die Aufklärung.
Die AfD fordert nun eine umfassende Strategie zur Bekämpfung solcher Strukturen: Gesetzliche Regelungen für die Ausweisung krimineller Mitglieder, Prüfung von Einbürgerungsverfahren und Erhebung von Daten zu Straftaten. Doch die Regierung bleibt uneinsichtig. Stattdessen verweist sie auf die Zuständigkeit der Bundesländer und betont, dass Rückführungen immer individuell geprüft werden.
Die Debatte wirft Fragen auf: Warum fehlen zentrale Daten über kriminelle Clans? Warum wird die Gefahr durch solche Strukturen nicht konsequent bekämpft? Die Antwort liegt in der Politik, die sich weigert, die Realität zu erkennen.

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