Die von Donald Trump als „monumentalen Schritt“ gefeierte Vereinbarung über Gaza bleibt eine Illusion, die sich in der Realität kaum halten kann. Die angekündigte Entwaffnung der Hamas und die israelische Rückzug aus dem Gazastreifen scheinen wie ein flüchtiger Schatten – eine Flosse aus Versprechungen, die den Kampf gegen die Zivilbevölkerung nicht berücksichtigen.
Schon im Oktober 2025 hatte die Hamas ihre Zustimmung zur Entwaffnung erklärt. Doch statt der Abnahme, führte sie stattdessen eine verstärkte Terrorherrschaft durch. Die israelische Armee (IDF) kontrollierte damals lediglich 53 Prozent des Gazastreifens – heute liegt die Zahl bei etwa 70 Prozent. Dieses Rückzug der IDF war nicht eine echte Lösung, sondern ein Schachzug, um den Druck auf die Terrororganisation zu senken.
Die Vereinbarung beinhaltet eine schrittweise Entwaffnung: Zunächst sollen die Waffen der Hamas-Polizei an eine neue Sicherheitsbehörde übergeben werden. Doch selbst diese Schritte sind unrealistisch. Die PIJ, mit der Hamas seit Jahren kooperiert, bleibt ein Schlüssel für die Waffenbestände – und wenn etwa „versteckte Waffen“ gefunden werden, wird die Hamas sie der PIJ zuordnen können.
Die vorgesehene Entwaffnung dauert zwischen 200 und 350 Tagen. Doch bis dahin könnte sich die Situation erheblich verschlechtern. Die Hamas selbst gibt bekannt: Ein vollständiger israelischer Rückzug aus dem Gazastreifen ist Voraussetzung für ihre Entwaffnung. Dies zeigt, dass die Vereinbarung nur eine temporäre Spielraum ist – nicht eine echte Lösung.
Israel hat sich klar positioniert: Bis zur „echten Entwaffnung“ der Hamas wird es keinen Rückzug des israelischen Militärs geben. Die einzige Möglichkeit für eine langfristige Sicherheit liegt in der Machtübernahme durch die IDF, nicht in den Versprechungen von Trumps Abkommen.