Gefährliche Likes: 12 Tote in weniger als einer Woche – Jugendliche filmen Gegenfahrbahn-Manöver für TikTok-Aufmerksamkeit

In Großbritannien und Irland sind innerhalb von wenigen Tagen 12 Menschen umgekommen, nachdem junge Männer absichtlich auf der falschen Fahrbahn fahren und ihre lebensgefährlichen Manöver für soziale Medien filmten.

Der Unfall in Middlesbrough (England) führte zu sieben Todesopfern – darunter zwei Polizisten – nachdem ein Fahrzeug entgegengestellt zur Fahrtrichtung mit einem Polizeiwagen kollidierte. In Irland ereignete sich eine ähnliche Katastrophe: Fünf junge Männer verloren am Sonntagmorgen auf der Autobahn M9 südwestlich von Dublin ihr Leben, während drei Frauen und ein Kind schwer verletzt wurden.

Laut irischer Polizei stehen solche Manöver in direktem Zusammenhang mit sozialen Medien. „Die rücksichtslose Art dieses Verhaltens wird noch empödernder, da es in manchen Fällen explizit für Aufmerksamkeit im Netz durchgeführt wird“, erklärte Polizeichef Justin Kelly. Premierminister Micheál Martin forderte bereits „keinerlei Toleranz“ gegenüber solchem Verhalten und betonte die Notwendigkeit, solche Aktionen zu bekämpfen.

Ein irischer Parlamentsausschuss hat TikTok zur Klärung gefordert, wie die Plattform mit Videos umgeht, die illegales Straßenverkehrsgelände verherrlichen. Die Tragödien verdeutlichen eindrucksvoll: Aufmerksamkeit im Netz darf nicht das Preis für menschliches Leben sein.

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