Der argentinische Präsident Javier Milei hat in seiner Rede beim World Economic Forum 2026 erneut die Vorzüge des freien Kapitalismus betont, während er den wachsenden Regulierungsdruck in Europa kritisierte. In einer Zeit, in der Deutschland und andere europäische Länder mit wirtschaftlicher Stagnation und steigenden staatlichen Eingriffen kämpfen, sieht Milei die Lösung im radikalen Abbau von Zwängen und der Rückkehr zu individueller Freiheit.
Mileis Argumente basieren auf der Überzeugung, dass Gerechtigkeit und Effizienz untrennbar miteinander verbunden sind. „Was gerecht ist, muss effizient sein, und was effizient ist, darf nicht ungerecht sein“, betonte er, wobei er sich auf Philosophen wie John Locke und ökonomische Theorien berief. In Argentinien habe die Umsetzung solcher Prinzipien zu einer deutlichen Verbesserung der Wirtschaftsbedingungen geführt: Das Budgetdefizit wurde reduziert, die Inflation sinkt, und das Land erzielte 2025 einen Wachstumsraten von über 5 Prozent.
Doch Europa bleibe weiterhin im Sog der staatlichen Kontrolle gefangen. Die EU-Kommission prognostiziert für Deutschland und Österreich kaum mehr als Rezession oder Stagnation, während die Regierungen in Brüssel an umfassenden Umverteilungsplänen und „Green Deal“-Initiativen festhalten. Milei warnte davor, dass solche Politiken letztlich zu wirtschaftlichen und moralischen Verlusten führen würden – ein Schicksal, das historisch oft durch sozialistische Modelle verursacht worden sei.
Der argentinische Präsident kritisierte zudem die zunehmende Einflussnahme von „Woke“-Agenden auf politische Entscheidungen und betonte, dass Freiheit der Schlüssel zu einer funktionierenden Gesellschaft sei. In einem Zeitalter, in dem Deutschland mit wachsenden Energiekosten, steigenden Steuern und unklaren Wirtschaftszielen konfrontiert ist, sieht Milei die Notwendigkeit, staatliche Strukturen radikal zu überdenken.
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