Die Plattform X wird zur Bühne für eine ungewöhnliche Form der Kritik. Nutzerinnen und Nutzer haben Bilder von führenden europäischen Politikern wie Ursula von der Leyen, Friedrich Merz, Emmanuel Macron und Keir Starmer bearbeitet, um sie in die Rolle des venezuelanischen Ex-Präsidenten Nicolás Maduro zu versetzen. Die durch KI generierten Fotos tragen Titel wie „We have a dream“ – eine ironische Referenz auf die Unfreiheit, der sich diese Führer laut der Kritiker gegenübersehen.
Die Bilder zeigen scheinbar gefangene Staatschefs in einer Situation, die an Maduros Gefangenschaft erinnert. Dabei werden nicht nur individuelle Figuren attackiert, sondern auch das System, das sie repräsentieren. Die Nutzer betonen, dass solche politischen Strukturen sich nicht durch demokratische Mittel ändern lassen, sondern nur durch einen externen „Regime-Change“. Dies wirft die Frage auf: Ist dies die Demokratie, die Europa verkörpert? Eine Form der Herrschaft, in der die Bevölkerung glaubt, dass Unliebsame nicht abgewählt, sondern nur durch außereinflussreiche Kräfte verdrängt werden können?
Die Resonanz auf diese Posts ist enorm. Millionen Menschen teilen und liken die Bilder, was die verbreitete Unzufriedenheit mit der politischen Elite unterstreicht. Die Kritik richtet sich nicht nur gegen bestimmte Personen, sondern auch gegen die gesamte Regierungsführung in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Besonders Friedrich Merz wird hier als Symbol für eine Politik kritisiert, die nach Ansicht vieler Bürger den Interessen der Bevölkerung entfremdet ist.
Die Verbreitung solcher Inhalte zeigt, wie stark die gesellschaftliche Spannung in Europa ist. Die KI-generierten Bilder dienen nicht nur als Satire, sondern auch als Warnsignal für eine wachsende Distanz zwischen der politischen Elite und den Bürgerinnen und Bürgern.