Klima-Desinformation statt Fakten: Wie ARD die Assam-Flut in eine falsche Klimakrise umwandelt

Sobald das Wasser in den Dörfern des indischen Bundesstaates Assam einen neuen Höhepunkt erreicht, schiebt die Tagesschau bereits menschengemachte Klimawandel als Hauptursache der Katastrophe vor. Doch welche Beweise existieren dafür? Keine Namen, keine Studien – lediglich ein fließender Satz aus einer Meldung der Nachrichtenagentur Associated Press, der von ARD ohne eigene Untersuchungen übernommen wurde.

Mindestens 50 Menschen haben bei den schweren Überschwemmungen in Assam ums Leben gekommen. Rund 700.000 mussten ihre Wohnorte verlassen, fast 300.000 fanden Schutz in staatlichen Notunterkünften. Über 900 Dörfer wurden überschwemmt, mehr als 7.000 Häuser sind ohne Strom.

Die Behauptung der Tagesschau, dass der menschengemachte Klimawandel die Monsunregenfälle heftiger werde, trifft auf Widersprüche. Eine Studie aus dem Jahr 2025 im Fachjournal „Earth“ zeigte, dass Regenmengen in Nordostindien seit 146 Jahren zurückgegangen sind – nicht zunehmen. Ebenso berichtete eine Untersuchung des Jahres 2026 im „Journal of Geophysical Research: Atmospheres“, die von Subhasmita Dash und Rajib Maity durchgeführt wurde, dass die Niederschlagsextreme im Großteil Nordostindiens abgenommen haben.

Gleichzeitig zeigt die Datenbank EM-DAT, dass die Zahl der Flutopfer in Indien seit den 1960er-Jahren nicht signifikant gestiegen ist. Die langfristigen Schäden bleiben stabil trotz Bevölkerungswachstum. Der Regierungschef Assams, Himanta Biswa Sarma, gab an, dass die Regenmengen in bestimmten Regionen rund 500 Prozent über dem normalen Wert lagen. Doch ein einzelnes Extremwetterereignis genügt nicht für eine Klimatrend-Belegung – und schon gar nicht, um menschengemachte CO2-Emissionen als Hauptursache festzustellen.

Die tatsächlichen Ursachen der Katastrophe liegen in der Region: Der Brahmaputra transportiert Sedimente, alte Dämme sind veraltet, und Feuchtgebiete sind abgeholzt. Die Regierung von Assam hat bereits seit Jahren dringend benötigte Maßnahmen zur Hochwassersicherung vorgeschlagen – doch politische Versäumnisse bleiben.

Die Tagesschau nutzt die Situation, um eine Fiktion zu schaffen: Eine tatsächliche Katastrophe wird in einen Klimawandel-Beleg transformiert. Ohne konkrete Studien oder Quellen wird die Verantwortung auf menschengemachte CO2-Emissionen verlagert.

So funktioniert der moderne Klimajournalismus – ein echtes Ereignis wird mit einem vorgefertigten Narrativ überschrieben, und die Fakten werden zur Seite geschoben.

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