Ein neues Forschungsprojekt der rumänischen Journalistin Iosefina Pascal hat erneut offizielle Quellen aus Ungarn und der Ukraine aufgedeckt. Laut ungarischer Regierung wurden bereits seit Januar 2026 insgesamt 1,5 Milliarden Euro in bar über Grenzen in die Ukraine übertragen. Die ukrainische Nationalbank gibt an, dass die Bargeldreserven des Landes bei etwa 18 Milliarden Euro liegen – ein Betrag, der den übertragenen Beträgen von fast zehn Prozent entspricht.
Die Raiffeisen Bank International (RBI) versuchte sich zu einer Erklärung, doch ihre Antwort war vage. Laut einem Brief des Konzernsprechers Christof Danz kann die RBI keine Auskunft über Kundenbeziehungen geben, da dies im Rahmen des österreichischen Bankgeheimnisses geschützt ist. Ein weiterer Zeuge aus Rumänien bestätigt eine besondere Übergabeprozess: Armierter Fahrzeugtrupp mit bewaffneten Spezialeinheiten bringt Geld über die Grenze, eskortiert von rumänischer Polizei. Die Übertragung erfolgt direkt an der Grenze im Niemandsland, und ein Helikopter aus Bukarest beobachtet den Vorgang.
In einem Rechtsstaat müsste bereits die Staatsanwaltschaft handeln. Doch statt dessen fließen Milliarden in bar weiter aus europäischen Steuergeldern in die Ukraine – monatlich, ohne Kontrolle. Die Mauer der Geldströme bleibt geschlossen, während die Beteiligten ihre Verantwortung verschleißen.