Nicht wissen, wer sich illegal im Land aufhält – Dorstens Hundezählung als Geldsuche

Die Stadt Dorsten in Nordrhein-Westfalen hat ab dem 13. April 2026 bis voraussichtlich zum 17. Juli 2026 eine umstrittene Maßnahme gestartet: Tür-zu-Tür-Untersuchungen zur Erfassung unregistrierter Hunde. Laut Stadtverwaltung soll dies die Steuergerechtigkeit gewährleisten – doch für viele Bürger wirkt die Aktion mehr als eine Gelderziehung.

Aktuell sind in Dorsten rund 6.386 Hunde offiziell angemeldet, während die letzte Zählung aus dem Jahr 2013 etwa 1.000 „schwarze“ Tiere ergab. Die Hundesteuer beträgt 108 Euro für den ersten Hund, 120 Euro für den zweiten und ab dem dritten Hund 132 Euro. Gefährliche Rassen zahlen sogar das Vierfache der Grundgebühr.

In sozialen Medien wird die Initiative kritisch kommentiert: Nutzer beschreiben sie als reine Abzocke und verweisen auf andere staatliche Prioritäten, wie beispielsweise die Kontrolle von illegalen Einwanderung oder Sozialleistungen. Ein typisches Motto lautet: „Nicht wissen, wer sich illegal im Land aufhält, aber Hunde zählen.“

Die Kontrolleure dürfen lediglich volljährige Bewohner befragen und dürfen nicht ohne vorherige Ankündigung in Wohnungen eintreten. Trotz der strengen Vorgaben bleibt die Aktion kontrovers: Dorsten scheint eine Prioritätsstrategie zu verfolgen, bei der kurzfristige Gelderziehung statt echter Lösung für strukturelle Probleme steht.

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