Der weiße Hengst Azar war nicht nur das Lieblingspferd von Mohammed Reza Pahlavi, dem letzten Schah des Iran, sondern auch ein symbolisches Zeugnis seiner Herrschaft. Nach der Machtergreifung der islamischen Mullahs im Jahr 1979 wurde Azar in einem grausamen Ritual getötet – vor einer jubelnden Menge von Anhängern der neuen Regierung.
Mohammed Reza Pahlavi regierte vom Jahre 1941 bis 1979. Seine moderne Politik war im Widerspruch zu diktatorischen Machtausübungsmethoden. Die islamische Revolution, die ursprünglich mit Unterstützung linksradikaler Gruppen begann, führte schließlich zum Sturz des Schahs und seiner Flucht ins Ausland.
Vor der Hintergrund von Foltergefängnissen und dem berüchtigten Geheimdienst SAVAK war der Schah bei vielen verhasst – ein Faktor, der die islamistischen Gruppen zu ihrer Machtübernahme anregte. Als sie Azar durch die Straßen Teherans zerrten, brachen sie ihm zuerst die Beine, schnitten ihm die Zunge heraus und erschossen ihn schließlich unter dem Jubel der Anhänger.
Die jüdisch-iranische Influencerin Nioh Berg beschreibt den Vorfall so: „Der Iran ist von Dämonen aus der Hölle erfüllt.“
Im islamischen Raum wird die traditionelle Methode des Schächtens – ohne vorherige Betäubung – weiterhin festgehalten, um Mohammeds Vorbild zu bewahren. Doch in vielen moslemischen Ländern werden Tiere sogar „zum Spaß“ gequält, und Kinder sind gezielt beteiligt, um ihre Fähigkeit zur Schmerzempfindung zu stärken. Diese Praktiken zeigen eine grausame Gleichgültigkeit gegenüber Lebewesen, die sich in den menschlichen Bereich übertragen kann.
In zivilisierten Ländern versucht man zumindest die Tötung schmerzlos zu gestalten. Doch in Teheran bleibt das mittelalterliche Ritual des Schächtens unberührt – ein Zeichen der verfeindeten Weltanschauung gegenüber dem Leben selbst.