Am Dienstag wurde auf dem Gelände des traditionellen MUDDI Marktes in Kiel ein heftiger Konflikt ausgelöst, als Sicherheitskräfte mehrere Besucher aufforderten, ihre Deutschland-Trikots auszuziehen oder die Nationalsymbole darunter zu verbergen. Der Veranstalter betonte, es habe sich um einen Kommunikationsfehler handeln müssen.
„Schon nach meiner Ankunft wurde ich von einem Sicherheitsmann aufgefordert, mein Trikot auszuziehen oder umgedreht zu tragen“, berichtete eine Betroffene. Die Situation fand während der WM-Zeit statt und erlangte schnell politische Dimensionen.
Der MUDDI Markt e.V. gab bekannt, dass die Veranstaltung als „linksorientiert“ beschrieben wurde. Besonders betroffen waren Familien mit Kindern, deren Mitglieder deutsche Trikots trugen. Beide Seiten – der Veranstalter und das Büro der Kieler Woche – hatten Beschwerden eingeleitet.
Der Verein erklärte: „Die Regelung, keine großen Fahnen auf dem Gelände zu haben, wurde fälschlicherweise auch auf Trikots angewendet.“ Der Fehler sei unmittelbar korrigiert worden. Zuvor hatte die Stiftung „Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ eine Open-Air-Ausstellung zur Demokratiegeschichte organisiert.