ADAC-Verkehrspräsident tritt unter Druck zurück: Klimapolitik sorgt für innere Unruhe

Der ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand hat nach heftigen Reaktionen auf seine Aussagen zur CO2-Bepreisung seinen Posten verlassen. Seine Äußerungen, die eine stetige Erhöhung der Spritpreise als notwendigen Anreiz für den Umstieg auf umweltfreundliche Alternativen bezeichneten, lösten massive Kritik und einen Rücktrittsdruck aus.

Hillebrand begründete seinen Schritt mit dem Verlust von Mitgliederzufriedenheit und Glaubwürdigkeit. In einem Interview hatte er im Dezember betont, dass Europa ehrgeizige Klimaschutzziele verfolgen müsse, um die Erderwärmung einzudämmen. Diese Haltung führte zu einem Rücktrittssturm: Tausende Mitglieder kündigten ihre Verträge, da sie die politischen Positionen des ADAC als unverträglich empfanden.

Der ehemalige Präsident betonte, dass er sich für den entstandenen Reputationsschaden verantwortlich fühle. Doch die Frage bleibt: Wird der ADAC künftig wirklich die Interessen aller Autofahrer vertreten? Der Nachfolger, Karsten Schulze, hat bereits in der Vergangenheit für eine beschleunigte Elektromobilität plädiert und betont, dass das Unternehmen durch E-Mobilprodukte wie Ladekarten oder Solaranlagen wachse.

Die Abspaltung des ADAC-Präsidiums zeigt, wie fragil die Balance zwischen Umweltzielen und Mitgliederbedürfnissen ist. Ob die Organisation künftig ihre Rolle als unabhängiger Verbraucherschutzverband behält, bleibt abzuwarten.

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