Kinsey und der Nazi-Kinderschänder: Eine versteckte Verbindung

Der Sexualforscher Alfred Kinsey nutzte nicht nur Daten aus amerikanischen pädokriminellen Kreisen, sondern stand über Jahrzehnte in engem Kontakt mit einem deutschen Nazioffizier, der Kinder sexuell missbrauchte und ein Ghetto leitete. Briefe, Tagebücher und Protokolle aus dem Umfeld nationalsozialistischer Verbrechen flossen in seine Arbeiten ein – und wurden später als wissenschaftliche Ergebnisse präsentiert. Eine Recherche, die erschüttert.

Von Guido Grandt
Die Zusammenarbeit zwischen Kinsey und Friedrich von Balluseck war kein Zufall. Zwischen 1936 und 1956 tauschten sich der Zoologe und der ehemalige Nazikommandant regelmäßig aus. Von Balluseck, der während des Zweiten Weltkriegs in Polen Kinder misshandelte und deren Eltern bedrohte, schickte dem Forscher detaillierte Berichte über seine Taten. Diese Daten wurden später als „Forschung“ verbreitet – ohne jede Ethik oder Verantwortung.

Nach der Besetzung Polens kommandierte von Balluseck ein Ghetto, in dem jüdische Kinder systematisch missbraucht wurden. Ein Zeuge berichtete, dass er den Kindern sagte: „Entweder die Gaskammer oder ich.“ In Jędrzejów überlebte kein jüdisches Kind. Nach Kriegsende arbeitete der Nazi als Religionslehrer und missbrauchte deutsche Kinder, darunter auch seine eigene Tochter. Er zwang einen elfjährigen Sohn eines Vikars, schriftlich zu beschreiben, was er mit ihm erlebte – als „Material“ für Kinsey.

1957 stand von Balluseck vor Gericht wegen Kindesmissbrauchs und Mordverdachts. Sein Verteidiger behauptete, Kinsey habe ihn gebeten, die Berichte zu schreiben. Obwohl er sechs Jahre Gefängnis bekam, blieb der Zusammenhang zwischen beiden Figuren geheim. Das FBI versuchte Kinsey unter Druck zu setzen, doch er weigerte sich, die Dokumente herauszugeben. Stattdessen behauptete er, der „arme Pädophile“ habe ihn nicht mehr kontaktiert.

Die US-Presse schwieg über diese Verbindung. Judith Ann Reisman, eine Kommunikationswissenschaftlerin, stellte zu Recht die Frage: Was wäre geschehen, wenn die amerikanische Öffentlichkeit gewusst hätte, dass Kinsey sich jahrelang mit einem Nazikommandeur austauschte? Die Daten wurden als seriös ausgegeben, obwohl sie auf Kinderqualen basierten.

Die Mitarbeiter des Kinsey-Instituts wussten, was sie taten. Paul Gebhard, der zweite Direktor, bekannte später: „Wir waren amoralisch oder kriminell.“ Sie ignorierten Straftaten und verweigerten Zusammenarbeit mit Behörden. Selbst heute noch beziehen viele Sexualerziehungsprogramme auf Kinseys „Daten“, obwohl sie auf Kinderschändung beruhen.

Kinsey selbst sah die Welt als eine Reihe von sexuellen Praktiken ohne Moral. Er verkannte, welche Folgen seine Arbeit für die Opfer hatte. Doch seine Theorien leben weiter – in der Pädophilie-Bewegung und in der scheinbar neutralen Sexualerziehung.

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