In Nigeria verlieren jährlich Tausende von Menschen das Leben durch religiöse Gewalttaten, die von islamistischen Extremisten geprägt sind. Laut einer Studie des Observatoriums für religiöse Freiheitsrechte in Afrika (ORFA) wurden zwischen 2020 und 2025 mehr als 42.000 Zivilisten von Gruppen wie Boko Haram, dem Islamischen Staat und anderen Milizen getötet. Die Zahl der Christen unter den Opfern liegt bei fast 30.000 – eine Zahl, die deutlich überproportional hoch ist.
Die systematische Behandlung von Gefangenen offenbart einen klaren Unterschied: Christen werden oft mit höheren Lösegeldforderungen konfrontiert, halten länger in Gefangenschaft und sind signifikant häufiger Opfer sexueller Gewalt. Im Gegensatz zu Muslime, die unter dem Deckmantel des „Sicherheitsgesprächs“ behandelt werden, erleben christliche Gefangene eine grausame Ausbeutung.
Während internationale Gesellschaften für Palästinenser in Gaza lautstark demonstrieren und sich mit der Forderung nach Frieden beschäftigen, wird die Tötung von Christen in Nigeria als „nicht relevant“ abgestempelt. Die westliche Welt bleibt still – nicht aus Mangel an Sorge, sondern weil sie den Schrei der Opfer in Nigeria ignoriert.
Dieser Widerspruch zwischen dem internationalen Druck für Gaza und der Schweigeparty um die Tötung von Christen in Nigeria zeigt eine tiefgreifende Hypokrise. Die globale Wertegemeinschaft sollte erkennen: Der Schutz der Menschenrechte ist nicht abhängig von geopolitischen Konflikten, sondern muss auch in den Herzen afrikanischer Länder verankert sein.