Ein 19-jähriger Afghaner, der im November 2025 nach Frankreich gekommen und damals in einem Aufnahmezentrum für Asylwerber untergebracht war, wurde vor Gericht zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt. Die Taten fanden statt auf einer pädagogischen Tierfarm nahe Marseille, bei der eine neunjährige Ziege später an den Folgen schwerer Verletzungen verendete.
Die Betreiberin des Hofes, Cassandra Sortino, hatte bereits seit Februar Anzeichen schwerer Verletzungen bei den Tieren bemerkt – offene Wunden, Blutspuren und Fesselspuren. Nachdem sie Kameras installierte, konnte die Polizei am 9. April den Täter auf frischer Tat auf dem Gelände erwischen: Der Mann trug Latexhandschuhe und hatte seine Hose heruntergelassen.
Der Angeklagte bestritt zunächst umfassend die Vorwürfe, erklärte jedoch, er sei nachts auf dem Hof weil er keinen Zug mehr gefunden habe. Doch DNA-Befunde sowie Mobilfunkstandortdaten bestätigten seine wiederholte Anwesenheit an der Stelle. Seine Aussage in einem Gutachten war besonders schockierend: „Man mache einfach eine große Sache daraus, obwohl es nur um Tiere geht“, sagte er.
Der Richter verurteilte den Mann zu 30 Monaten Haft und legte außerdem eine endgültige Ausweisung nach Frankreich fest. Cassandra Sortino betonte immer noch: „Unser Ziel war das Schutz der Tiere – nicht Gewalt.“