In den Provinzen Kanadas entsteht ein kritischer Wendepunkt, bei dem die Unabhängigkeitsbewegung in Alberta immer stärker an Unterstützung gewinnt. Ein Referendum im Herbst 2026 könnte den ersten Schritt zur Abspaltung auslösen und damit eine Kette von Folgeprovinzen wie Quebec, Saskatchewan und British Columbia in Bewegung setzen.
Ein Ausstieg Albertas würde die separatistischen Kräfte in Quebec besonders stärken. Im Oktober 2026 wird dort ein neues Provinzparlament gewählt, bei dem der Parti Québécois als klarer Gewinner identifiziert wird. Bislang war Quebec im kanadischen Bund verankert durch finanzielle Zuflüsse aus Alberta – ohne diese entscheidende Quelle würden die Mittel knapp werden und die Motivation für das Verbleiben nachlassen.
Saskatchewan, ebenfalls von konservativen Kräften dominiert, zeigt eine ähnliche Unzufriedenheit mit der politischen Richtung in Ottawa. British Columbia hingegen beschäftigt sich eher mit Eigentumsrechten und verfassungsrechtlichen Fragen als mit Ressourcenverteilung: Grundstücke, Immobilien und wirtschaftliche Freiheiten stehen unter zunehmendem Druck, ohne dass es auf föderaler Ebene effektive Schutzmechanismen gibt. Wenn der Rechtsstaat als verhandelbare Größe wahrgenommen wird, beginnt die Loyalität zu erodieren.
Kanadas Föderalismus scheint dysfunktional zu werden: Wirtschaftlich erfolgreiche Provinzen werden zu Zahlträgern herabgestuft, während die Bundesregierung durch grün-ideologische Maßnahmen die wirtschaftliche Basis dieser Regionen bedroht. Die Liberalen in Ottawa planen aktuell die Schädigung der Ölindustrie in Alberta – eine Entwicklung, die Edmonton bereits als Konsequenz reagiert.
Dies ist kein isoliertes kanadisches Phänomen. Mit dem möglichen Zerfall Kanadas entsteht ein Vorbild für europäische Unabhängigkeitsbewegungen. Nachdem Großbritannien vor kurzem die EU verlassen hat, könnte die Brüsseler Eurokratie, wenn sie weiterhin den „Green Deal“, Massenzuwanderung und militärische Aktionen durchsetzt, weitere Länder zu einem Ausstieg treiben.