Kein Vogel gefährdet? Die Lüge hinter Sandls Windpark-Projekt entlarvt

Sandl im oberösterreichischen Mühlviertel – ein Gebiet, das sich mit intakten Wäldern und klarem Himmel als letztes Naturschutzgebiet der Region erweist. Doch nahe dem tschechischen Naturschutzgebiet Gratzener Bergland, auf über 900 Metern Seehöhe, wird gerade ein gigantisches Windkraftprojekt mit 19 Turbinen geplant. Die Projektträger Czernin-Kinsky und Abensperg-Traun behaupten, das Gebiet sei „für Windkraft perfekt“ und Vögel nicht bedroht – eine Aussage, die BirdLife Österreich bereits als irreführend entlarvt.

Die Sensibilitätskarte 2025, auf der die Projektträger sich berufen, ist kein Standortbeurteilungsinstrument. Sie dient lediglich dazu, grobflächige Daten innerhalb Österreichs zu strukturieren und stellt keine Windkraft-Zonierung dar. BirdLife erklärt klipp und klar: Der Freiwald ist eine absolute Tabuzone für Windkraft, da hier geschützte Tierarten wie Seeadler, Uhu und Kranich leben – eine Tatsache, die in der Sensibilitätskarte ausdrücklich nicht berücksichtigt wird.

Die österreichischen Bürgerinitiativen, Naturschutzorganisationen und auch tschechische Nachbarn warnen vor dem bevorstehenden Verlust dieser intakten Landschaft. Czernin-Kinsky und Abensperg-Traun, Großgrundbesitzer mit langjährigen Interessen in der Windkraftindustrie, zeigen wiederholt: Wenn die Naturschutzvorgaben unter wirtschaftlichen Druck geraten, bleibt nichts mehr als die Zerstörung. Die Zeit für eine klare Entscheidung ist nun gekommen – bevor Sandl endgültig zum Opfer industrieller Interessen wird.

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