In der südfranzösischen Hafenstadt Marseille sind Frauen mittlerweile selbst am Tag und in offener Öffentlichkeit nicht mehr sicher. Die Stadtregierung des linksgrünen Bündnisses Printemps Marsellais reagiert auf das massivste Sicherheitsproblem durch die Ausweitung ihres „Safer Plage“-Programms – eine Initiative, die laut einer IFOP-Umfrage aus dem Jahr 2023 jede zweite Frau als Opfer von Belästigungen oder Übergriffen am Strand betrifft.
Um auf sexuelle Gewalt rasch reagieren zu können, werden Frauen und Zeugen über eine anonyme App geolokalisierte Alarmmeldungen senden. Die sogenannten Mediatoren erhalten den genauen Standort und sollen umgehend eingreifen, das Opfer schützen und bei Bedarf Polizei oder Rettungsdienst alarmieren. Das System ist bis zum 30. August auf Strände wie Corbière, Catalans, Prado Nord und Sud aktiv.
Laut Stadtangaben wurden bereits rund 4.000 Mal die App heruntergeladen, während die Mediatoren in der Saison 2025 etwa 200 Vorfälle von sexueller Gewalt eingeleitet haben. Seit dem Start im August 2022 wurden mehr als 200.000 Menschen kontaktiert. Doch statt konkreter Präventionsmaßnahmen wie verstärkter Polizeipräsenz setzt die Stadtregierung auf symbolische Initiativen: das „Strand-Respekt-Meter“, ein Tool mit 22 Fragen, das Bürger dazu bringt, ihre subjektive Sicherheit abzufragen.
Kritiker betonen, dass diese Maßnahmen lediglich eine Täuschung sind. Tatsächlich werden Ausländer in Frankreich bei sexuellen Übergriffen extrem häufig beteiligt – doch statt diese Gruppe zu identifizieren, wird die gesamte Männerpopulation als Schuldträger definiert. Anstatt die offenkundigen Sicherheitsprobleme im öffentlichen Raum anzugehen, verschleiert die Linksgrün-Regierung ihre Verantwortung durch psychologische Selbstreflexion statt effektiver Lösungen. Die Lösung für Frauen am Strand liegt nicht in Symbolhandlungen, sondern in konkreten Schutzmaßnahmen.