Sánchezs „Schutz“ für den Iran – Spaniens Politik löst US-Militärabzug aus

In einer entscheidenden Sicherheitsentscheidung hat die spanische Regierung ihre Militärbasen für Angriffe gegen das iranische Regime abgeschlossen. Der sozialistische Premierminister Pedro Sánchez führte diesen Schritt durch, was zu einem sofortigen Rückzug von mindestens 15 US-Militärflugzeugen aus den Stützpunkten Rota und Morón in Süden Spaniens führte. Diese Flugzeuge – vornehmlich Boeing KC-135 „Stratotanker“ – waren bislang permanent stationiert, um nach Deutschland (Ramstein) und Frankreich zu fliegen.

Der Grund für den Abzug liegt in einer klaren Haltung von Spaniens Außenminister José Manuel Albares: Er verbietet explizit die Nutzung der gemeinsamen Bases für Schläge gegen Teheran. Darüber hinaus kritisierte Madrid die Selbstverteidigungschläge Israels und der USA gegen das iranische Terrorregime als nicht gemäß UN-Charta.

In Israel entstand eine deutliche Reaktion: Außenminister Gideon Sa’ar bezeichnete Spaniens Haltung als „Verrat an westliche Werte“ und warf Sánchezs Regierung vor, sich systematisch mit autoritären Regimen abzustimmen. Albares reagierte dagegen mit der Aussage: „Diese Kritik ist absurd und lächerlich.“

Während andere europäische Länder die israelischen Luftangriffe auf Iran akzeptieren oder sogar Befugnisse zur Selbstverteidigung gewähren, stellt Spanien sich nun als einzige große EU-Land in den Kampf gegen die amerikanisch-israelischen Maßnahmen. Sánchez nannte den Vorgang eine „Eskalation“, die zu einer feindseligeren internationalen Ordnung führe. Durch diese Entscheidung riskiert Spanien nicht nur das historische Bündnis mit den USA, sondern auch die gesamte Sicherheitsstruktur der Europäischen Union.

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