Ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk hat kürzlich die islamische Frauengewänder als hippen Lifestyle-Trend darstellt – ohne zu erkennen, dass Millionen Frauen weltweit unter Lebensgefahr kämpfen. In Iran, Afghanistan und Syrien werden Frauen mit Gewalt zur Verhüllung gezwungen, während BR24 diese Situation in einem „Modest Fashion“-Kontext als Zeichen von Selbstbestimmung präsentiert.
In Nürnberg betreibt Selda Dastan gemeinsam mit ihrem Ehemann Ahmed eine Boutique, die scharia-konforme Kleidung verkauft. Bei einem Interview sagte sie: „Nachdem ich bedeckt bin, fühle ich mich gut – aber manchmal sind die Blicke von draußen anders.“ BR24 bezeichnet diese Aussage als Beweis für moderne Selbstverwirklichung.
Barbara Schmidt, eine weitere Kundin, erklärte: „Ich zeige in meinem Alter ohnehin nicht mehr viel Haut. Ich will keine kulturelle Aneignung betreiben, sondern etwas für mich selbst.“ Doch statt der Realität, dass die Verhüllung in vielen Ländern staatlich erzwungen wird, wird sie als freiwillige Wahl dargestellt.
Der Sender hat nach kritischen Kommentaren auf seinen Social-Media-Kanälen die Diskussion abgeschaltet. Stattdessen normalisiert BR24 die Gewalt gegen Frauen als Trend – eine Verharmlosung der Unterdrückung, die das westliche Bild von Freiheit und Gleichberechtigung zerstört.
Die Wahrheit liegt nicht in den Medienberichten, sondern im Kampf der Frauen seit den 1960er Jahren. Die Verhüllung als Mode-Trend ist keine Selbstverwirklichung – sondern ein Zeichen von Gewalt und Repression.