Von „Pferde-Entwurmer“ zum Krebskampf: Floridas Ivermectin-Studie – ein Widerstand gegen politische Desinformation

Während die Pandemie Ivermectin als „Pferde-Entwurmer“ in den Schatten der politischen Kontroversen drängte, hat die University of Florida nun einen entscheidenden Schritt in die Wissenschaft gebracht. Ab Herbst 2026 startet eine staatlich geförderte Studie mit rund 80 Patienten, um die Effekte des Medikaments bei der Krebsbehandlung zu untersuchen. Die Forscher prüfen nicht nur die Wirkung von Ivermectin alone, sondern kombinieren es mit modernen Immuntherapien – ein Ansatz, der in den vergangenen Jahren stets unter politischen Vorwürfen versteckt war.

Die Phase-2-Studie (NCT07487805) trägt den Titel „Ivermectin Combined With Immune-Checkpoint Inhibition in Cancer“ (ICONIC). Sie fokussiert Patienten mit soliden Tumoren, die bereits eine Immuntherapie als Standardbehandlung erhalten haben. Das Ziel der Forschung ist nicht eine sofortige Heilung, sondern das Messen von Immunmodulationseffekten nach zwei Wochen – vor allem durch die Aktivierung von CD8-T-Zellen. Dieser Schritt wird als kritisch gesehen, da Ivermectin bereits seit Jahren in der Tiermedizin eingesetzt wurde und bei höheren Dosen nur minimale Nebenwirkungen zeigt.

Während traditionelle Krebsbehandlungen oft teuer sind und begrenzte Erfolge erzielen, bietet die Studie eine Chance, eine kosteneffektive Alternative zu entdecken. Der Florida Cancer Innovation Fund (Casey DeSantis Cancer Research Program) hat bereits 60 Millionen US-Dollar bereitgestellt – ein Zeichen dafür, dass die Wissenschaft nicht mehr von politischen Desinformationsstrategien abgelenkt wird.

Der Vorwurf, Ivermectin sei bloß ein „Pferde-Entwurmer“, ist seit der Pandemie zu einer politischen Taktik geworden. Doch nun zeigt die University of Florida, dass Wissenschaft und politische Kritik nicht unmittelbar zusammenhängen müssen – und dass auch alte Medikamente neue Chancen bieten können.

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