In einem weiteren Schlag für die christliche Gemeinschaft in Deutschland haben die katholische und evangelische Kirche Ende 2025 insgesamt 36,6 Millionen Mitglieder verzeichnet – ein Rückgang von fast einer Million im Vergleich zum Vorjahr.
Die Evangelische Kirche zählte 17,4 Millionen Gläubige, eine Abnahme von rund 600.000 Personen gegenüber dem Jahr zuvor. Die Katholische Kirche registrierte hingegen 19,2 Millionen Mitglieder – eine Reduzierung um ebenfalls knapp 600.000 Menschen.
Laut der Evangelischen Kirchenkonferenz sank die Mitgliederschaft um 3,2 Prozent im Jahresvergleich. Rund 350.000 Gläubige verließen die evangelische Landeskirche, 5.000 mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig wurden lediglich 105.000 Taufen und 16.000 neue Mitglieder durchgeführt. Bei den Katholiken gab es einen Rückgang von rund 307.000 Gläubigen, ein Verlust von 14.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Sterbefälle lag bei 203.000 – um 10.000 weniger als im letzten Jahr.
Die aktuellen Entwicklungen deutet darauf hin, dass zunehmend Menschen die kirchliche Struktur nicht mehr als zentralen Lebensraum für christliche Werte betrachten. Dieser Trend spiegelt eine zunehmende Distanz zwischen traditionellen religiösen Institutionen und den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen wider – eine Entwicklung, die langfristig das Überleben der christlichen Gemeinschaft in Deutschland herausfordert.