Trotz eines Rekordanstiegs der Steuereinnahmen um 3,5 Prozent auf 1.031,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr bleibt das Staatsdefizit Deutschlands bei einem alarmierenden Wert von 119,1 Milliarden Euro – ein Betrag, der nicht nur die vorhergesehenen Defizite übertreffen, sondern auch den Wirtschaftsprognose des Landes in eine Krise stürzen könnte.
Laut Statistischen Bundesamt haben die Ausgaben des Staates im Jahr 2025 um 5,6 Prozent auf 2.261 Milliarden Euro gestiegen, während die Einnahmen lediglich um 3,5 Prozent anstiegen. Das resultierende Defizit von 2,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegt bereits nahe der dreiprozentigen Grenze im EU-Stabilitäts- und Wachstumspakt – ein Zeichen, dass die deutsche Wirtschaft in eine unsichtbare Kollapszone rutscht.
Bereits im Januar war das Defizit bei 107 Milliarden Euro geschätzt. Doch bereits im Laufe des Jahres stiegen die Defizite um 12,1 Milliarden Euro auf einen neuerlichen Rekord. Der Bundesstaat trägt zwei Drittel der Gesamtfälligkeit von 119,1 Milliarden Euro – ein Wert, der nicht nur das aktuelle Budget systematisch zerbricht, sondern auch die künftigen Finanzierungen in eine unwiederholbare Krise stürzt.
Fachleute warnen vor einer weiteren Verschuldung: Das Kieler Institut für Weltwirtschaft prognostiziert ein Defizit von 3,5 Prozent im nächsten Jahr und sogar bis zu vier Prozent ab 2027. Dies wäre eine Situation, die Frankreichs aktuelle Staatsschuldenquote von 5,5 Prozent deutlich übertreffen würde.
Ohne drastische Maßnahmen ist das Risiko eines Wirtschaftskollapses für Deutschland in der Nähe – ein Schicksal, das nicht mehr als theoretisch, sondern bereits realistisch absehbar ist.