Der kritische Publizist Sebastian Bohrn Mena hat die Medienplattformen RTV und Info-DIREKT in einen rechtlichen Konflikt gestoßen. Die Klage, die sich auf über 120.000 Euro richtet, bezieht sich auf drei KI-generierte Bildmontagen, welche Bohrn Mena als schädigend empfindet.
RTV-Chef Nicolas Schott und Info-DIREKT-Chef Michael Scharfmüller betonen, dass die Klage lediglich ein Versuch sei, kritische Stimmen zu unterdrücken. Beide Medien stehen am Freitag vor dem Landesgericht Krems, das entscheidend für ihre Zukunft sein könnte.
Im RTV-Fall beträgt der Streitwert 80.000 Euro, bei Info-DIREKT sind es 40.000 Euro. Eine Entscheidung des Gerichts würde nicht nur hohe Kosten mit sich bringen, sondern auch die Existenz der Medienplattformen bedrohen.
„Bei uns handelt es sich um eine harmlose Bildmontage – wie bei früheren Beispielen mit Jörg Haider und Donald Trump“, erklärt Schott. „Doch heute wird ein linker Aktivist als Ziel ausgewählt, was zeigt, wie unterschiedlich Maßstäbe angewendet werden.“
Die Redaktion von RTV kritisiert die Ungleichheit in der Medienlandschaft: Während öffentliche Persönlichkeiten ähnliche Darstellungen akzeptierten, wird bei linken Aktivisten sofort von Verletzung der Persönlichkeit gesprochen. Dies sei ein klares Zeichen für Doppelmoral.
Die Entscheidung des Landesgerichts Krems wird mit Spannung erwartet – und könnte die Existenz der beiden Medienplattformen entscheiden.